Kundenspezifische Öfen - Temperaturbereich 750 - 3000°C

Fertigung und Entwicklung von Standardlaboröfen ist nur ein kleiner Teil aus Carbolites Angebotsspektrum. Kunden benötigen oft maßgeschneiderte Sonderlösungen, um die gestellten Anforderungen erfüllen zu können oder um beispielsweise standardisierte Testmethoden wie etwa bei der Eisenerzverarbeitung oder der Qualitätskontrolle von Kohle und Koks durchführen zu können.

Es ist oft der Fall, dass eine standardisierte Methode oder ein standardisiertes Verfahren, wie z.B die Wärmebehandlung nach AMS 2750E oder NADCAP erfüllt werden muss. Dann ist Carbolite mit seinen Erfahrungen und Kenntnissen der richtige Ansprechpartner um durch Modifikationen der bestehenden Modelle oder aber auch komplett neue Entwicklungen genau dies erfüllen zu können.

Der wohl häufigste Kundenwunsch sind Standardmodelle in einer kleineren oder größeren Ausführung oder eine nach oben verschobene Maximaltemperatur.

Falls Sie in unserem Produktkatalog nicht genau den Ofen finden, der Ihren Anforderungen entspricht, würden wir uns über eine Kontaktaufnahme freuen.

 

Beispiele kundenspezifischer Öfen

Nachfolgend finden Sie eine kleine Auswahl an Beispielen für Öfen bis zu einer maximalen Temperatur von 1800°C.

Dieser Mehrfach-Rohrofen vereint vier 1200 °C GHA 12/450 Rohröfen, die jeweils eine beheizte Länge von 450 mm aufweisen und in einen gemeinsamen Rahmen integriert wurden.

Jeder Ofen hat einen unabhängigen 8-Segment-Programmregler, je einen Übertemperaturschutz und eine RS232-Schnittstelle.

Beladen werden die einzelnen Öfen manuell.


Einer von fünf, identischen, Thermozyklisierungsöfen für beschleunigte Alterungstests an Sensoren, welche in Flugzeugtriebwerken eingesetzt werden.

Bei der Durchführung dieser Tests erfährt die Probe Temperaturen bis zu 1100 °C. Dazu haben diese 1200 °C 3-Zonen-Öfen eine Mechanik, um gleichzeitig 15 Sensoren mit einem Durchmesser von jeweils 2mm in den Ofen einbringen zu können. Die Sensoren werden bis zu 4000 mal hintereinander für 30 Minuten erhitzt und wieder auf Raumtemperatur gekühlt.

Das Ofendesign basiert auf dem Standard-Rohrofenmodell TZF/12/38/400.


Dieser 900 °C Tiegelofen wurde für den universitären Einsatz konzipiert, und in der Entwicklung moderner Hochleistungsmaterialien eingesetzt.

Der Ofen wurde dazu ausgelegt, zwischen 10 und 15 kg Aluminium in einem 8 Liter Tiegel zu erhitzen. Ausgestattet ist er mit einem 8-Segment-Programmregler und separatem justierbaren Übertemperaturschutz.

Ein hydraulisches Kippsystem hebt, kippt und senkt den Ofen, um das geschmolzene Aluminium auszugießen.


Dieser klappbarer Kippofen mit kugelförmiger Kammer wurde konzipiert, um ein rundes Reaktionsgefäß mit einem Durchmesser von 250 mm auf eine maximale Arbeitstemperatur von 1100 °C zu erhitzen.

Das Ofengehäuse kann um 45° oder 90° gekippt und in entsprechender Position auch eingerastet werden. Der Ofen kann aufgeklappt werden, um das runde Reaktionsgefäß ein- oder auszubringen. Ein Sicherheitsschalter schaltet die Heizelemente aus, sobald dieser geöffnet wird.

In einer seperaten Reglerbox sind ein 301 Setpoint-Regler und ein zusätzlicher 2132 Übertemperaturschutz-Regler untergebracht.


Dieser 1100 °C Drehrohrofen ist dafür ausgelegt, um edelmetallbasierte Katalysatoren unter Inertgasatmosphäre zu behandeln.

Die Ofensteuerung und das Protokollieren der Daten erfolgt über eine SPS-Speicherprogrammierbare Steuerung mit Touchscreen.

Probenaufgabe, Wärmebehandlung und Sammeln der Probe erfolgt unter Inertgasatmosphäre. Die Auslegung als Klapprohrofen ermöglicht das einfache Wechseln des Arbeitsrohres.


Dieser 1100 °C Dreh-Rohr-Ofen in Klappausführung ist mit einem dualen Probenzugabemechanismus ausgestattet, der aus einer Förderschnecke und einer Vibrationsrinne besteht.

Das verarbeitete Material wird unter Inertatmosphäre gesammelt. Der Ofen wird zur Herstellung von Hydroxyapatit basierendem, synthethischen Knochenersatzmaterial eingesetzt. Diese Ersatzstoffe bieten viele Vorteile gegenüber natürlichen Knochenersatzstoffen.

Die Auslegung als Klapprohrofen ermöglicht das bequeme Wechseln des Arbeitsrohres.


Zwei identische Luftumwälz-Öfen wurden für ein Exzellenzzentrum für Prozessentwicklung gebaut. Diese beiden Öfen wurden für Nadcap AMS 2750E Wärmebehandlungen ausgelegt und können im Bereich von 300 °C bis 1100 °C betrieben werden.

Beide Öfen haben eine vertikal öffnende Ofentür und passende Beladungshilfen. Eine Umluftturbine ermöglicht schnelles Heizen bei hoher Temperaturhomogenität während der Konvektionsphase der Heizzyklen.


Basierend auf einem Standard TZF 12/65 hat dieser 1200 °C Drei-Zonen-Rohrofen zusätzlich einen Wasser gekühlten Mantel, der jede Zone individuell kühlen kann. Das ermöglicht ein beschleunigtes Abkühlen des Ofens.

Der 8-Segment-Programmregler ist mit einer RS232-Schnittstelle ausgestattet.


  • Zwei auf Schienen laufende Drei-Zonen-Rohröfen können zusammengeschoben werden, um einen vorgegebenen Temperaturgradienten zu erzeugen. Die einzelnen Öfen können aber auch separat genutzt werden.
  • Ein Ofen hat eine beheizte Länge von 600 mm, der andere eine beheizte Länge von 400 mm
  • Sie werden mit einen Quarzrohr mit 45 mm Durchmesser betrieben


Dieser großvolumige 1150 °C Ofen wurde dazu ausgelegt, um 100 kg Keramikpulver in einer Graphitmatrix zu sintern, welches zur Herstellung von Schleifscheiben benutzt wird.

Die große Inconelretorte wird mit einem Stickstoff/Wasserstoff-Formiergas betrieben und die Temperaturhomogenität wird durch ein Drei-Zonen-Regel-System und dem zusätzlichen Einsatz von Hitzereflektionsschilden gewährleistet.

Das in der Abbildung gezeigte Modell, wird zur Sinterung von keramischen Schleifscheiben unter Intergasatomsphäre eingesetzt. Zum schnellen Abkühlen bei Prozessende kann der Deckel geöffnet werden. Andere Ausführungen haben eine Nachverbrennung um den entweichenden Binder zu verbrennen.



Der Durchlaufofen für vier parallele Bänder/Drähte wird bei Temperaturen zwischen 500 °C und 1250 °C zum Tempern/Anlassen von Platindraht eingesetzt.

Der Ofen hat eine Dreizonen-Regelung wobei jede Zone zusätzlich mit einem unabhängigen Übertemperaturschutz ausgestattet ist.

Unabhängige Durchflussregler ermöglichen es die Inertgasmenge für jedes der 4 Bänder getrennt einzustellen und zu regeln.


Vier parallele Vierfach-Bandstahlöfen, mit jeweils einem 1100 °C Härteofen und einem 600 °C Anlassofen.

Die Öfen sind Teil einer Produktionslinie zur Herstellung von Edelstahlklingen für chirurgische Skalpelle.


Ein kundenspezifischer Haubenofen für die Oberflächenbehandlung von Flugzeugturbinenblättern unter einer Argon Schutzgasatmosphäre.

Turbinenblätter aus hochentwickelten nickelbasierten Superlegierungen, die in der neusten Generation besonders effizienter Hochdruckturbinen für Flugzeuge eingesetzt werden, können hier in speziellen Setzkästen in die Ofenretorte eingeführt und dort unter Inertgasatmosphäre wärmebehandelt werden.


Ein Haubenofensystem mit einer Maximaltemperatur von 1050 °C für die Oberflächenbehandlung von Gasturbinenblättern, die in Flugzeugtriebwerken eingesetzt werden.

Das System beinhaltet einen Ofen mit mehreren Bodenplatten, Retorten und einer Abkühlstation.


Ein Haubenofensystem mit zwei Bodenplatten, einem Ofen sowie einem Retortenakühlplatz.

Der Ofen wird von einem Batteriehersteller für das Sintern von Keramiken unter Inertgas benutzt.


Dieser drehbare Herdplattenofen wird für die Herstellung von Eheringen eingesetzt. Goldpresslinge werden hier gesintert, um die Formbarkeit des Edelmetalls zu erhöhen.

Pulverförmiges Gold wird über eine Düse in eine ringförmige Form mit einem rechteckigen Querschnitt gepresst. Diese Teile nennt man Presslinge.

Diese Presslinge werden unter Formiergas (Stickstoff mit 5% Wasserstoff) bei 750 °C bis 800 °C für bis zu 24 Stunden erhitzt. Eine Drei-Zonen-Regelung garantiert die für den Prozess notwendige hohe Temperaturhomogenität.


Mit einer Maximaltemperatur von 1300 °C und einer Arbeitstemperatur von 1200 °C wurde dieser Rohrofen für die Materialprüfung unter Wasserstoff bzw. korrosiver Atmospäre entwickelt. Das Gaskontroll- und Regelsystem im Ofengehäuse kontrolliert die Versorgung des Ofens mit Kohlenstoffmonooxid, Kohlenstoffdioxid, Stickstoff, Wasserstoff und Schwefeldioxid mit Hilfe von Massendurchflussreglern. Zum Schutz vor Leckagen wurde eine Haube integriert welche direkt in ein überwachtes Absaugsystem führt.

Der auf einem Schienensystem verschiebbare Rohrofen ist mit einer Drei-Zonen-Kaskaden-Regelung auf Basis eines Eurotherm E 3508P1 Zweikreisreglers für eine optimale Temperaturhomogenität ausgestattet. Die Gas- und Temeraturmesswerte werden auf einem Siemens TP 1778 HMI Touchpanel angezeigt, das mit seiner Smartserver-Software auch über einen Internet-Browser von jedem PC aus einsehbar ist.


Dieser Lötofen mit einer Maximaltemperatur von 1150 °C wurde dafür ausgelegt, dass der Benutzer die Produkte manuell durch den mit 100% Stickstoff oder 100% Wasserstoff gefluteten Ofen schieben kann.

Die Eingangs- und Ausgangsklappe des Ofens sind durch Gasvorhänge abgesichert, die sich automatisch einschalten, wenn die betreffende Klappe geöffnet wird. Dies ist Teil eines durchdachten Gaskontrollsystems, das aus einer Reihe von Sicherheitskreisen besteht.

Der Aufbau basiert auf einem Rohrofendesign, in dem das Produkt in der beheizten Zone erwärmt und nach einer bestimmten Zeit in eine zweite wassergekühlte Zone geschoben wird zum abkühlen.


Alle Carbolite Öfen sind mit einem Mikroschalter ausgestattet, der die Heizelemente ausschaltet sobald die Ofentür geöffnet wird. Allerdings können keramische Materialien Schaden durch einen thermischen Schock nehmen, wenn die Ofentür bei hohen Temperaturen geöffnet wird.

Dieser 1500 °C RHF 15/35 Kammerofen wurde auf Kundenwunsch mit einer Türverriegelung ausgestattet, die vom Programmregler kontrolliert wird und verhindert, dass die Ofentür geöffnet werden kann, während ein Programm läuft.


  • Maximaltemperatur: 1600 °C
  • Beheizte Länge: 300mm
  • Maximales Probengewicht: 8 kg
  • Die Probe wird automatisch in die beheizte Zone gefahren. Ein Probenthermoelement misst die Temperatur und nach Erreichen von 1400°C zählt ein Timer von 2h herunter. Anschließend wird die Probe herunterfahren und in der Quenchzone von 2 Ventilatoren auf 100°C gekühlt. Dann beginnt der Zyklus von vorne.


Der Durchlaufofen für vier parallele Bänder/Drähte wird bei Temperaturen zwischen 500 °C und 1250 °C zum Tempern/Anlassen von Platindraht eingesetzt.

Der Ofen hat eine Dreizonen-Regelung wobei jede Zone zusätzlich mit einem unabhängigen Übertemperaturschutz ausgestattet ist.

Unabhängige Durchflussregler ermöglichen es die Inertgasmenge für jedes der 4 Bänder getrennt einzustellen und zu regeln.


Mit einer Maximaltemperatur von 1700 °C und einem doppelten Hebesystem wurde dieser Herdofen für das Sintern von Bornitridplatten gebaut, die als SAPI und ESAPI (enhanced small arms protective insert) einsetzt werden.

Das doppelte Herdplattensystem ermöglicht es, eine Herdplatte zu be- oder entladen während die zweite Bodenplatte sich im Ofen befindet. Dies erlaubt einen schnelleren und damit höheren Probendurchsatz, was wiederum zu einer deutlichen Energieersparnis führt.

Herdöfen werden auch als Elevatoröfen bezeichnet. Ausgestattet mit 2 oder mehr Herdplatten sind solche Öfen ideal für industrielle Prozesse mit hohen Volumendurchsatz und hohen Temperaturen geeignet.