Kammerofen mit Keramikfaserisolierung bis 1800°C - HTKE

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Der HTKE ist ein kompakter Kammerofen mit MoSi2-Heizelementen und leichter keramischer Faserisolierung. Der Aufbau der Isolierung in mehreren Schichten führt zu einer guten Temperturhomogenität im nutzbaren Volumen.

Der HTKE ist in verschiedenen Größen mit nutzbaren Volumina von 32, 64 und 128 Litern erhältlich. Auf Nachfrage kann auch ein 250 l System gebaut werden. Die Kammer wird mit MoSi2-Heizelementen von zwei Seiten beheizt. Bei größeren Systemen befinden sich auch Heizelemente an der Rückwand. Die Heizelemente werden vertikal von oben in den Ofen eingebaut, wodurch ein Durchbiegen der Elemente verhindert wird. Die installierte Leistung, das Isolationsmaterial und die Isolationsdicke definiert die maximal erreichbare Temperatur.

Diese beträgt wahlweise 1600 °C, 1700 °C oder 1800 °C. Die Wärmebehandlung ist ausschließlich an Luft möglich. Eine zusätzliche Gasversorgung mit einem Rotameter ist optional erhältlich. Hiermit kann der Sauerstoffanteil lediglich reduziert werden, da der Ofen nicht abgedichtet ist. Da der Ofen für die Wärmebehandlung an Luft optimiert ist, ist das Sintern von Keramiken oder Oxidkeramiken eine mögliche Anwendung. Im Ofen wird eine Temperaturhomogenität von ± 5 K erreicht.

Die Temperatur wird mit einem Typ B Thermoelement, das sich in einem keramischen Schutzrohr befindet, überwacht. Für den unbeaufsichtigten Betrieb ist ein zusätzliches Thermoelement mit Kontrolleinheit als Übertemperaturschutz erhältlich.

Sollte ein Entbinderungsschritt benötigt werden, wird der HTKE mit einer Entbinderungseinrichtung ausgestattet. Diese besteht aus einem Lufteinlass für vorgewärmte Luft. Die Luft wird symmetrisch über mehrere Gaseinlässe in das Ofeninnere eingelassen. Dadurch verbessert sich die Temperaturhomogenität bei geringen Temperaturen und die Proben werden besser mit Luft umströmt. Der Entbinderungsprozess wird so unterstützt und die ausgasenden Moleküle werden in der Fackel aktiv verbrannt. Die Fackel wird mit Druckluft und Propangas betrieben. Nach der Entbinderung wird die Temperatur erhöht und der Sinterprozess beginnt.

Anwendungsbeispiele

Anlassen, Ceramic Injection Molding (CIM), Entbindern, Entbindern an Luft, Entgasen, Sintern, Sintern an Luft, Sublimieren, Synthese, Tempern, Trocknen, Trocknen

Standardausstattung

  • Sintern bei 1800 °C an Luft
  • Entbindern an Luft mit dem Entbinderungspaket
  • Keramische Faserisolierung
  • Homogene Temperaturverteilung
  • Schnelles Aufheizen und Abkühlen möglich
  • Manuelle Bedienung
  • Möglichkeit zur Datenaufzeichnung

Technische Details


Innenansicht eines HTKE Kammerofens:
  1. Heizelemente (MoSi2)
  2. Keramische Faserisolierung
  3. Geöffnete Tür
  4. Ofengehäuse
  5. Thermoelement
  6. Nutzbares Volumen

U-förmige MoSi2-Heizelemente werden in hängender Position im HTKE montiert. Mit keramischen Faserplatten wird der Ofenraum nach außen isoliert. Um die Temperaturhomogenität zu erhöhen, wird die Isolationsdicke angepasst. Die Fasermaterialien unterscheiden sich in Ihrer Einsatztemperatur und werden deshalb nach maximal spezifizierter Ofentemperatur ausgewählt. Die maximale Temperatur beträgt 1600, 1700 oder 1800 °C. Eine Wasserkühlung wird nicht benötigt.

Von außen wird das System konvektiv gekühlt. Es wird von einem geschweißten Rahmen und Platten abgedeckt. Die MoSi2-Heizelemente sind besonders für hohe Einsatztemperaturen an Luft geeignet. Bei den hohen Temperaturen bildet sich die schützende Oxidschicht auf den Heizelementen. Das Alleinstellungsmerkmal des HTKE ist die ausgezeichnete Temperaturhomogenität sowie das kompakte Design.

Technische Änderungen und Irrtümer vorbehalten