Sinterofen - PDS

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Die PDS-Modelle sind mit einem Nutzvolumen von 25, 120 und 250 l verfügbar. Mit der besonderen Konstruktion und Gasführung im PDS ist es möglich, in einem Ofen sowohl zu Entbindern als auch zu Sintern.

Die im PDS eingebaute Retorte und die dadurch mögliche Gasführung schützen die Heizelemente vor Verunreinigungen während des Entbinderungschrittes. Die Retorte besteht aus Molybdän, ebenso die Heizelemente und die Strahlungsschilde. Das System ist von einem doppelwandigen, wassergekühlten Vakuumkessel umgeben, der eine kühle Außenhülle gewährleistet. Eine Kondensation des Binders im Gasauslasssystem wird durch Beheizung der Rohre zum Nachbrenner verhindert.

Das Entbindern wird gewöhnlich unter leichtem Überdruck im Ofen durchgeführt, auf Anfrage ist jedoch Partialdruck ebenfalls möglich. In diesem Fall wird eine spezielle Frischölpumpe an das System angeschlossen, welche den Binder aus dem Ofen heraus zum Nachbrenner pumpt. Nach dem Entbinderungsschritt ist es möglich, die Temperatur bis maximal 1450 °C zum Sintern zu erhöhen. Während dem Sintern kann ein Vakuum, ein Partialdruck oder ein leichter Überdruck erzeugt werden.

Das System wird vollautomatisch betrieben. Die vollautomatische sicherheitsgerichtete SPS ermöglicht den Betrieb an reinem Wasserstoff ab Raumtemperatur. Die Visualisierung und die Bedienung erfolgen über ein Touch-Panel.

Zwei Bedienungsmodi sind möglich: Der erste Modus erlaubt es wie im manuellen Betrieb jeden einzelnen Parameter nach Bedarf zu verändern (z. B. Öffnen der Ventile, Einstellen der Durchflussregler etc.). Im zweiten Modus führt der Ofen automatisch die verschiedenen vordefinierten Schritte aus. Bevor der Automatikbetrieb beginnt, führt das System einen Evakuierungsschritt, einen Lecktest und einen Überdrucktest durch. Nach der erfolgreichen Durchführung dieser Schritte beginnt der Betrieb. Im Falle einer Störung wird das System automatisch in einen sicheren Zustand gebracht. Dies ist besonders wichtig, falls reaktive Gase verwendet werden.

Die Gasversorgung wird im PDS über mehrere Dosier- und Steuergeräte geregelt. Abhängig von den Anforderungen an das Arbeitsvakuum werden unterschiedliche Pumpstände adaptiert. Durch die individuelle Regelung der Temperatur in jeder der drei Heizzonen wird die beste Homogenität erreicht.

Standardausstattung

  • Entbindern und Sintern in einem Schritt
  • Entbindern unter Partialdruck möglich
  • Genau definierte Atmosphäre höchster Reinheit, 6.0 (99.9999%) und besser, für metallische Öfen
  • Wasserstoffpartialdruckbetrieb auf Anfrage
  • Kontrollierte Evakuierung, geeignet für Pulver
  • Vollautomatisierter Betrieb
  • Datenaufzeichnung zur Qualitätssicherung

Technische Details

Der PDS besitzt drei Heizzonen: Eine befindet sich an der Ofentür, die beiden anderen im Mantel des Systems. Mit diesem besonderen Design ist die Temperaturhomogenität im System, die von Druck und Gasfluss abhängt, besser als ± 5 K. Die Heizelemente bestehen aus Molybdän. Mehrere Molybdän Strahlungsschilde sind eingebaut und isolieren die Ofenkammer. Ein Druckluftventil verschließt die Ofentür. Endschalter kontrollieren die Position der Ofentür, offen oder geschlossen. Der Nachbrenner muss an Propangas und Druckluft angeschlossen werden, um den austretenden Binder aktiv zu verbrennen.

Auf Anfrage ist ein Schnellkühlsystem mit dem Ofen verbunden. In diesem Fall wird das Gas aus dem Ofen in einen wassergekühlten Wärmetauscher gesaugt. Bei Eintritt wird es durch den Kontakt mit den wassergekühlten Rohren abgekühlt und dann in den Ofen zurückgedrängt. Durch diesen Mechanismus wird die Abkühlzeit des Ofens sowie der Gasverbrauch aufgrund des geschlossenen Kreislaufs auf ein Minimum reduziert.

Technische Änderungen und Irrtümer vorbehalten