Metal injection moulding (MIM) / Ceramic injection moulding (CIM)

MIM (Metal Injection Molding oder Metall-Pulverspritzguss) ist ein formgebender Prozess, bei dem Bauteile hoher Komplexität in großen Stückzahlen hergestellt werden.

Bei der MIM-Technologie wird ein geringer Anteil eines Polymers mit metallischem Pulver vermischt. Es entsteht der sogenannte „Feedstock“, der in formgebende Hohlräume gefüllt wird. Nach der Formgebung wird der Binder entweder chemisch (mit katalytischen Zusatzstoffen, Lösungsmitteln, Wasser) oder rein thermisch entfernt. Anschließend wird das verbleibende Bauteil gesintert; das heißt durch Temperatureintrag zum fertigen Bauteil verdichtet.

Carbolite Gero bietet Lösungen für die komplette MIM-Prozesskette. So kann mit dem Glühofen GLO die rein thermische Entbinderung durchgeführt werden. Für katalytische Prozesse steht der auf den Kunden zugeschnittene Entbinderungsofen EBO zur Verfügung. Da bei Carbolite Gero die aus dem Feedstock austretenden Gase mittels Fackel verbrannt werden, entfällt die bei anderen Produkten mit Kondensatfallen auftretende hohe Geruchsbelästigung und aufwendige Reinigung. Das Sintern kann bei geringem Überdruck mit der Produktgruppe HTK oder HBO realisiert werden. Außerdem bietet Carbolite Gero spezielle Lösungen wie den Partialdrucksinterofen PDS an.

Dieselbe Technologie, Entbindern und Sintern, kann auch für keramische Endprodukte angewendet werden. In diesem Fall spricht man von Ceramic-Injection-Molding (CIM). Sowohl für MIM als auch für CIM existieren eine Vielzahl verschiedener „Feedstock“-Materialien und Lösungen, die allesamt mit Öfen von Carbolite Gero verarbeitet werden können.